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Die apokalyptischen Reiter

Die fünf apokalyptischen Reiter nach John Gottmann

Aus einer Analyse ergaben sich fünf verschiedene Verhaltensweisen, die Konflikte eskalieren ließen, wenn sie mit Ärger gekoppelt waren. Mit Gottmanns Methode könnten nach seiner eigenen Aussage mit neunzig Prozent Wahrscheinlichkeit die Paare ermittelt werden, die verheiratet bleiben und auch jene, deren Ehe nur wenige Jahre hält. Dazu hat der Verhaltenswissenschaftler fünf negative kommunikative Verhaltensmuster einer Partnerschaft beschrieben. Er nennt sie die „apokalyptischen Reiter“, die eine Beziehung auf Dauer infrage stellen können. Im Fokus steht das Verhalten der Partner: 

  1. Kritik in Form von Anklagen und ständigem Bedauern
    Wer selbst beschuldigt und anklagt, sieht auch sich selbst im Mittelpunkt der Anklage. Wenn man den Partner ständig für seine Fehler oder Schwächen angreift, ohne konstruktive Lösungen anzubieten. Das zermürbt. 
  2. Verteidigung oder Gegenangriff als Kommunikationskiller
    Wer angegriffen wird, verteidigt sich. Dies hält jedoch den natürlichen Konflikt am Leben. Wenn man sich gegen die Kritik oder die Verachtung des Partners verteidigt, indem man sich rechtfertigt, ausweicht oder zurück angreift.
  3. Verachtung als leises Beziehungsgift
    Wer mit den Augen rollt, zeigt Verachtung. In glücklichen Beziehungen findet eine solche Abwertung des Partners nicht statt. Wenn man den Partner herabwürdigt, beleidigt oder verspottet, und ihm das Gefühl gibt, minderwertig oder ungeliebt zu sein.
  4. Rückzug, wenn die Liebe eingemauert wird
    Wer mauert und nicht mehr reagiert, zeigt Machtlosigkeit. Das wird von der Gegenseite gerne als Desinteresse wahrgenommen. Wenn man sich von dem Partner emotional oder körperlich distanziert, und nicht mehr auf seine Bedürfnisse oder Wünsche eingeht.
  5. Manipulation und Machtspielchen sowie Gewalt
    Es gibt Tausende Möglichkeiten, Macht in einer Beziehung auszuüben, indem man den anderen manipuliert. Es ist das Todesurteil jeder glücklichen Beziehung. Wenn man den Partner körperlich oder psychisch verletzt, bedroht oder einschüchtert, und seine Grenzen oder Rechte missachtet.

Wenn Sie einen dieser Reiter in Ihrer Beziehung spüren, ist Gefahr im Verzug. Wird er nicht beseitigt, kommt es laut Gottmann unweigerlich zur Trennung. 

Wichtige Erläuterungen zu den ersten beiden apokalyptischen Reiter

Zu Kritik gehören auch Vorwürfe und Beschwerden. Kritik, Vorwürfe und Beschwerde sind im Prinzip das GLEICHE. Alternativen sind Verbesserungsvorschläge, Wünsche und Äußerung von Bedürfnissen. 

Zu Abwehr gehören auch, Verteidigung, Rechtfertigung, Relativierung, nicht wahrhaben wollen, Leugnen und Gegenangriff.

Beispiele für diese Reiter sind:

  • Kritik: „Du bist so faul und unordentlich. Du machst nie etwas im Haushalt. Du bist ein schlechter Partner.“
  • Abwehr: „Ich bin nicht faul und unordentlich. Du bist nur zu pingelig und kontrollsüchtig. Du bist ein Tyrann.“
  • Verachtung: „Du bist so dumm und naiv. Du weißt nicht genug von der Welt. Du bist mir peinlich.
  • Rückzug: „Ich habe keine Lust, mit dir zu reden. Lass mich in Ruhe. Ich gehe lieber mit meinen Freunden aus.“
  • Gewalt: „Wenn du mir noch einmal widersprichst, schlage ich dich. Du gehörst mir. Du hast zu tun, was ich sage.“

Die Lösungen für diese Reiter sind:

  • Kritik, Vorwurf, Beschwerde: Statt den Partner zu kritisieren, sollte man ihm konkrete Wünsche oder Vorschläge äußern, die auf eine positive Veränderung abzielen. Zum Beispiel: „Ich würde mich freuen, wenn du gelegentlich den Müll herausbringst. Das würde mir sehr helfen.“
  • Abwehr, Verteidigung, Relativierung: Statt sich gegen den Partner zu verteidigen, sollte man ihm zuhören und versuchen, seine Sichtweise zu verstehen. Zum Beispiel: „Ich verstehe, dass du dich von mir vernachlässigt fühlst. Das tut mir leid.“
  • Verachtung: Statt den Partner zu verachten, sollte man ihm Respekt und Wertschätzung entgegenbringen, und seine Stärken und Qualitäten anerkennen. Zum Beispiel: „Ich finde es toll, wie du dich für deine Ziele einsetzt. Du bist sehr mutig und engagiert.“
  • Rückzug: Statt sich vom Partner zurückzuziehen, sollte man ihm Nähe und Aufmerksamkeit schenken, und sich für seine Interessen oder Probleme interessieren. Zum Beispiel: „Wie war dein Tag? Erzähl mir davon. Ich bin für dich da.“
  • Gewalt: Gewalt ist niemals eine akzeptable Lösung in einer Beziehung. Wenn man Gewalt erlebt oder ausübt, sollte man professionelle Hilfe suchen oder die Beziehung beenden.

Gewaltfreie Kommunikation

Was hat hier »gewaltfreie Kommunikation« von Marshall B. Rosenberg, mit dem Buch „apokalyptischen Reiter“ von John Gottmann tun. Nun das Buch »gewaltfreie Kommunikation« kann man in einem Satz, mit einer Regel zusammen fassen. »Willst du recht haben oder glücklich werden, beides geht nicht«.

Hören Sie auf ...

  • » mit jeglicher Art von Kritik, mit Vorwürfen und Beschwerden“
  • » sich zu verteidigen, und das eigene Handeln mit dem Handeln des Gegenübers zur rechtfertigen = Gegenangriff". 
  • » recht haben zu wollen.“
  • » den Schuldigen zu suchen.“

Weitere acht Totschläger von Beziehungen

  1. Verallgemeinern
  2. Mit dem Kopf durch die Wand
  3. Den anderen fürs eigene Glück verantwortlich machen
  4. Sich mit anderen Paaren vergleichen
  5. Sich keine Aufmerksamkeit schenken
  6. Streit um Kleinigkeiten
  7. Sich gehen lassen
  8. Einander misstrauen, dazu gehört auch die Eifersucht. 

Giftige Beziehungen.

Wenn eine Beziehung giftig wird, da statt Liebe z. B. Eifersucht und/oder Narzissmus zu finden sind, kann ich Ihnen nicht empfehlen, ob Sie gehen oder bleiben sollen. Nur Sie allein können entscheiden, wie wichtig Sie sich sind und wie wichtig Ihr Partner für Sie ist. Beachten Sie aber, gerade Narzisse sind Blender erster Wahl. Die narzisstischen Partner schaffen Inseln des Glücks und wecken die Hoffnung, dies könne zu einem Dauerzustand werden. Es wird eine Hoffnung bleiben. Ein altes Sprichwort heißt: „Hoffen und Harren hält manchen zum Narren“. Bleiben Sie oder gehen Sie, beides kann positive oder negative Folgen haben.

Schlussgedanke

Liebe zwischen zwei Menschen kann Berge versetzen und Menschen aus schwersten Lebenskrisen heraushelfen. Die Liebe in einer Partnerschaft sollte glücklich machen. Ob sie vorübergehend ist oder lange anhält, Selbstbegrenzung oder Entwicklung bedeutet, Besitzdenken oder Freiheit des Einzelnen fördert ‒ das Leben wird es zeigen. 

Und nur im Leben kann man spüren und erfahren, was Liebe einem persönlich bedeutet. Gehen Sie nicht davon aus, dass Sie „Fehler“ machen. Das Motto könnte stattdessen lauten: „Umwege erhöhen die Ortskenntnis“ oder auch „Erfahrung kommt von erfahren“. Es gibt nicht „die“ Liebe. Entdecken Sie vielmehr, was „die Liebe“ für Sie bedeutet. Entdecken Sie, was Sie glücklich macht. 

Titel der Seite: Die apokalyptischen Reiter

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