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Gefühle der Partner in Paarbeziehungen

Gefühle sind keine Krankheit

Warum wir sie benötigen und wie sie uns zufrieden machen

Alles, was unsere Gefühle betrifft, und damit unsere Wahrnehmung und deren Deutung, hat neurowissenschaftlich mit unserem limbischen System im Gehirn zu tun. Dieses System wird auch noch das emotionale Gehirn genannt. Das meiste ist unwiderruflich spätestens nach der Pubertät hinterlegt. Das ist einerseits interessant, aber andererseits desillusionierend. Wir sind, wer wir sind. Mit dieser Grundlage gehen wir ins Leben. Diese Persönlichkeit bin ich und werde ich ein Leben lang bleiben. Die Strukturen sind ins Gehirn gebrannt. Das sollten wir als Entlastung sehen. Warum soll ich jemand werden, der ich nicht bin!

Das Einzige, was in der Zukunft noch helfen kann, etwas zu verändern, sind neue Erfahrungen zu erfahren. Diese lösen und löschen keine alten Verbindungen, sorgen aber für neue Verbindungen im limbischen System. (das ist das, was die systemische Lehre dadurch ausdrückt „neue Erfahrung überschreiben alte Erfahrungen). Je öfter wir die neuen Verbindungen nutzen, desto mehr festigen sich diese, desto stärker werden diese.

Was sind die menschlichen Grundgefühle?

Die menschlichen Grundgefühle sind diejenigen Emotionen, die allen Menschen gemeinsam sind, unabhängig von ihrer Kultur, ihrem Alter oder ihrer Persönlichkeit. Sie sind angeboren und werden durch bestimmte Reize ausgelöst, die eine biologische oder soziale Bedeutung haben. Die Grundgefühle sind:

  • Freude: wenn wir etwas erreichen, genießen oder schätzen.
  • Trauer: wenn wir etwas verlieren, enttäuscht oder verletzt werden.
  • Angst: wenn wir eine Bedrohung oder Gefahr wahrnehmen oder erwarten.
  • Wut: wenn wir uns ungerecht behandelt, angegriffen oder behindert fühlen.
  • Ekel: wenn wir etwas als unangenehm, schädlich oder widerwärtig empfinden.
  • Liebe: wenn Sie sich mit einem anderen Menschen verbunden fühlen.
  • Überraschung: wenn wir etwas Unerwartetes oder Neues erleben.

Die Grundgefühle haben eine wichtige Funktion für unser Überleben und Wohlbefinden. Sie helfen uns, auf unsere Umwelt zu reagieren, unsere Bedürfnisse zu befriedigen und unsere Beziehungen zu gestalten. Sie beeinflussen auch unser Denken, unser Gedächtnis und unser Lernen. Die Grundgefühle sind jedoch nicht die einzigen Emotionen, die wir haben. Wir können auch komplexere Gefühle entwickeln, die von unseren Gedanken, Werten und Erfahrungen abhängen. Diese werden als sekundäre oder kulturelle Gefühle bezeichnet und umfassen wie Schuld, Scham, Stolz oder Liebe.

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Wie entstehen die Gefühle in uns Menschen?

Oft werden die Gefühle bewertet. Ob positiv, ob negativ, ob neutral, es ist das, wie der Mensch die Welt sieht, wie er das, was passiert, bewertet. 

Gefühle sind ein wichtiger Teil unserer menschlichen Erfahrung, aber oft werden sie bewertet. 
Ob positiv, ob negativ, ob neutral, es ist das, wie der Mensch die Welt sieht, wie er das, was passiert, bewertet.

Ich glaube aber, dass diese Bewertungen nicht immer hilfreich sind. Denn Gefühle sind nicht gut oder schlecht an sich, sie sind nur Signale, die uns etwas über unsere Bedürfnisse, Werte und Ziele sagen. Wenn wir unsere Gefühle bewerten, können wir uns selbst verurteilen oder unterdrücken, was wir wirklich fühlen. Das kann zu Stress, Frustration oder Unzufriedenheit führen.

Deshalb schlage ich vor, dass wir unsere Gefühle akzeptieren und verstehen lernen. Anstatt zu fragen, ob ein Gefühl positiv oder negativ ist, können wir fragen, was es uns sagen will. 

  • Was benötigen wir in dieser Situation? 
  • Was ist uns wichtig? 
  • Was wollen wir erreichen? 

Wenn wir diese Fragen beantworten, können wir unsere Gefühle als Ressourcen nutzen, die uns helfen, unser Leben zu gestalten.

Was kann ich selbst tun?

Gegenwart verändert sich, indem man sie mit neuen Gedanken und Erlebnissen überschreibt. Das Leben spielt sich heute ab. Wenn uns die Vergangenheit ärgert, dann können wir die Gegenwart dagegensetzen. Unser Gehirn ist formbar, auch wenn die wesentlichen Prägungen in der frühen Kindheit entstehen und wir an diesen Verschaltungen nicht mehr rütteln können.

Aber wir können bei uns selbst für positive Gefühle sorgen. Indem wir uns ausprobieren. Erfahrungen machen. Ob mit Menschen oder der Natur. Indem wir eben nicht in der alten Falle hängen bleiben, die da ist: immer über die Vergangenheit nachdenken.

Es gibt in Asien einen Trick, Affen zu fangen. In einen großen, an beliebiger Stelle befestigten Kürbis wird eine Orange gelegt. Der Affe steckt seine Hand hinein, greift nach der Orange – und bekommt die Orange nicht heraus. Statt die Orange loszulassen, seine Hand wieder herauszuziehen und abzuhauen, hängt er fest und wird so zur leichten Beute für seine Jäger.

Diese Geschichte passt zu vielen Menschen. Sie lassen ihre alte Geschichte nicht los. So, als würde die Belohnung schon kommen, wenn sie nur lange genug daran festhalten. Dabei sind erwachsene Menschen doch frei. Sie können sich Neuem, anderem zuwenden, auch wenn sie äußerst bittere Erfahrungen gemacht haben.

Auch diese Einsicht kann ein reifer Mensch haben: Einsamkeit kann unheimlich schön sein, Leiden ebenso, traurig sein auch. Es sind intensive Gefühle. Sie machen deutlich, dass man lebendig ist. Es gibt kein Gesetz, das besagt, dass das Leben immer heiter und angenehm sein muss. Aber ebenso wenig gibt es ein Gesetz, das besagt, dass es immer traurig und immer einsam ist.

Das Leben enthält viel Veränderung, das können wir an der Natur ablesen. Wichtig ist es, für die Veränderungen offenzubleiben und nicht in Panik zu geraten, wenn die Zeiten schwierig sind und Verzweiflung das Herz umklammert.

Gefühle sind wichtig, richtig und notwendig.

Abhängigkeiten sind ungesund. Natürlich gibt es in Familien finanzielle Verflechtungen, und man übernimmt Verantwortung füreinander. Das Wichtige ist: Jeder ist und bleibt ein Einzelwesen. Er kommt als solches auf die Welt und wird als solches sterben. Jeder ist dafür verantwortlich, dass er dem Leben seine guten Seiten abgewinnt, dass er seine Chancen nutzt und sein Potenzial entfaltet, so gut es geht. Und dass er für seine Botenstoffe sorgt -auch dann, wenn sein Gehirn nicht aufs günstigste verschaltet wurde und es bittere Erfahrungen gab.

Ich gehe sehr viel in die Natur. Wenn das Wetter schön ist, steige ich auf einen Berg. Ich habe eine Liebesbeziehung, die mir bedeutungsvoll ist, aber ich unternehme auch viel allein. Nach meinem Verständnis ist das ein wesentlicher Grundsatz in der Paarbeziehung:

Runter vom Gas

Was wir auch im Alltag verändern können: das Tempo. Nicht mehr den schnellsten Zug, das schnellste Flugzeug nehmen oder mit dem Auto rasen, sondern den gemütlichsten Zug nehmen oder mit einem schnellen Auto langsam fahren. Was haben wir davon, immer schneller von einem Ort zum anderen zu kommen? Nichts.

Natürlich müssen wir oft mithalten, um den Anschluss nicht zu verlieren. Der Fehler vieler Menschen ist aber, dass sie sich auch in ihrer Freizeit reizüberfluten. Sobald ein Moment Zeit ist, werden SMS geschrieben, Mails gelesen usw. Als ich in jüngster Vergangenheit bei einem Vortrag gefragt wurde, warum die psychischen Erkrankungen so zunehmen, gab ich zur Antwort:

»Weil wir die Fähigkeit verloren haben, in unserer Freizeit zu entspannen und Kräfte zu sammeln. Wenn wir Zug fahren, schauen wir nicht mehr aus dem Fenster, im Flugzeug schlafen wir nicht mehr oder lesen wir nicht etwas Entspannendes, unser Hirn wird ständig overloaded.«

»Wer durchs Leben rast, ist schneller tot, wer langsam geht, kann den Weg genießen.« Ist das nicht ein schöner Satz?

Das Buch „Gefühle sind keine Krankheit. Warum wir sie benötigen und wie sie uns zufrieden machen“ von Dr. Christian Peter Dogs ist ein Plädoyer für eine neue Sichtweise auf unsere Emotionen. Der Autor, ein renommierter Psychiater und Psychotherapeut, zeigt, wie wir unsere Gefühle als wertvolle Ressourcen nutzen können, statt sie zu unterdrücken oder zu vermeiden. Er erklärt, wie Gefühle entstehen, welche Funktionen sie haben und wie sie unser Verhalten und unsere Entscheidungen beeinflussen. Er gibt auch praktische Tipps, wie wir mit schwierigen Gefühlen wie Angst, Wut oder Trauer umgehen können, ohne uns selbst oder andere zu schaden.

Er erklärt, wie Gefühle entstehen, welche Funktionen sie haben und wie sie unser Verhalten und unsere Entscheidungen beeinflussen. Er gibt auch praktische Tipps, wie wir mit schwierigen Gefühlen wie Angst, Wut oder Trauer umgehen können, ohne uns selbst oder andere zu schaden.

Einige dieser Tipps bezügliche Gefühle sind, 

sich

  • bewusst machen, was man fühlt und warum. Das hilft, die eigenen Gefühle besser zu verstehen und zu akzeptieren.
  • nicht von den Gefühlen überwältigen lassen, sondern einen Schritt zurücktreten und die Situation aus einer anderen Perspektive betrachten. Das hilft, die Situation realistischer einzuschätzen und angemessene Lösungen zu finden.
  • mitteilen, wenn man Hilfe benötigt oder Unterstützung sucht. Das hilft, sich nicht allein oder isoliert zu fühlen und emotionale Nähe zu anderen aufzubauen.
  • selbst etwas Gutes tun, wenn man sich schlecht fühlt. Das hilft, die Stimmung zu verbessern und sich selbst wertzuschätzen.
  • nicht für die eigenen Gefühle schämen oder schuldig fühlen, sondern sie als Teil der eigenen Identität anerkennen. Das hilft, das Selbstwertgefühl zu stärken und sich selbst zu respektieren.

Das Buch richtet sich an alle, die mehr über sich selbst und ihre Gefühlswelt erfahren wollen, aber auch an Fachleute, die mit Menschen arbeiten, die unter emotionalen Problemen leiden. Es ist verständlich geschrieben, mit vielen Beispielen aus dem Alltag und der Praxis des Autors. Es ist kein Ratgeber im klassischen Sinne, sondern eher eine Einladung, sich selbst und anderen mit mehr Empathie und Akzeptanz zu begegnen. Das Buch vermittelt die Botschaft, dass Gefühle keine Krankheit sind, sondern ein wichtiger Teil unseres Menschseins. Sie sind nicht nur Ausdruck unserer Persönlichkeit, sondern auch Quelle unserer Kreativität, Motivation und Zufriedenheit.

Ich hoffe, dass wir Ihnen einige Anregungen gegeben haben, wie Sie mit Ihren Gefühlen umgehen können. Ich freue mich über Ihre Kommentare und Erfahrungen. Danke fürs Lesen!

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